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Ganzer Stiftsbezirk mit Audioguide

Über die Sommermonate hat die Stiftsbibliothek ihre Dienstleistungen für den Tourismus verbessert. Nach der Erweiterung der Öffnungszeiten – jetzt täglich 10 bis 17 Uhr, hat sie die Audioguide-Führung auf die Kathedrale und den Stiftsbezirk erweitert.

Neu führt der Audioguide über die Stationen Gallusplatz, Wasserfall der Mülenenschlucht, Karlstor, grossen Klosterhof, Schutzengelkapelle, Kathedrale, Stiftsbibliothek und Lapidarium durch den ganzen Stiftsbezirk. 

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Mit der inhaltlichen Erweiterung der Audioguide-Führung auf den ganzen Stiftsbezirk werden die Vermittlungsangebote im Stiftsbezirk wesentlich gestärkt. Besucher erhalten nun für 5 Franken fundierte Informationen zu Geschichte und Gegenwart des Weltkulturerbes in Deutsch, Englisch und Französisch. Das im letzten Sommer lancierte Angebot wird von den Besucherinnen und Besuchern sehr geschätzt und von rund 10‘000 Personen jährlich in Anspruch genommen. Als nächstes ist die Erweiterung der Audioguide-Führung auf Italienisch vorgesehen.

Die Geräte können im Shop der Stiftsbibliothek bezogen werden.

Auszeichnung der Stiftsbibliothek durch TripAdvisor

Erneut wurde die touristische Hauptattraktion des Stiftsbezirks St.Gallen von der Plattform TripAdvisor mit einem Certificate of Excellence als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Schweiz ausgezeichnet.

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Die jährlich von über 110’000 Menschen besuchte Stiftsbibliothek wurde bereits im Vorjahr als einzige Sehenswürdigkeit in der Ostschweiz mit dem Prädikat Travelers Choice versehen. Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt bewerten die Stiftsbibliothek unter den St.Galler Attraktionen am meisten, geben sehr gute Noten und begeisterte Kommentare wie „Juwel in St.Gallen“, „Unübertrefflich, man staunt und staunt und…“, „Awesome“ oder einfach „Der Hammer“.

Dachlandschaft

Der Stiftsbezirk wird von einer eigentlichen Dachlandschaft gekrönt. Firste, Walme, Rund- und Bogendächer, Kehlen, Schlepp- und Giebelgauben bis hin zu den Zwiebeln, Kugel und Kreuzen auf den Doppelturmdächern summieren sich zu einem Gesamtkunstwerk.

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Dächer prägen dabei eine Kulturlandschaft unverkennbar, wie der Blick von oben deutlich zeigt. Darum sucht die kantonale Denkmalpflege mit ihrem Fotowettbewerb «Über den Dächern» den Blick auf und über die Dächer. Gespannt warte man auf „Stimmungsvolles und Verborgenes“ heisst es. Wer nun kein mobiles, kamerabewehrtes Fluggerät sein Eigen nennt, sucht in St.Gallen den Blick von einem der umgebenden Hügel, um am Wettbewerb teilzunehmen.

Wir sind natürlich überzeugt, dass der Stiftsbezirk hierfür ein hervorragendes Motiv abgibt und machen schon mal fleissig mit.

Eröffnung der neuen Tourist Information

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums lud St.Gallen-Bodensee Tourismus mit einem Tag der offenen Tür zur Eröffnung des neuen  Standortes an der Bankgasse 9 ein. Damit ist die Tourist Information direkt neben dem Stiftsbezirk angekommen.

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Am Vormittag fand der offizielle Teil mit geladenen Gästen statt. Rund 80 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik sind erschienen, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Der Nachmittag gehörte dann den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt und Region St. Gallen. Es gab Bratwürste, Schoggi-Fondue und stündlich vier Stadt- und Themenführungen. Und das alles kostenlos.

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Bald ein Schweizerisches Kompetenzzentrum für Kloster- und Schriftgeschichte im Stiftsbezirk?

Die Stiftsbibliothek St.Gallen ist auf gutem Weg, in absehbarer Zeit zusammen mit dem Stiftsarchiv zum Schweizerischen Kompetenzzentrum für Kloster- und Schriftgeschichte zu werden. Der Ständerat hat an seiner Sitzung vom 12. März die Voraussetzungen geschaffen, dass sie dazu ab 2018 im Rahmen der Museumsförderung unterstützt werden kann. 

Im Verlauf der Verhandlung entschied der Ständerat, mit 27 gegen 14 Stimmen, dass im Rahmen der Kulturbotschaft 2016 bis 2020 zusätzlich drei Millionen Franken in die Planung aufgenommen werden. Dadurch soll es ab 2018 neuen Institutionen ermöglicht werden, im Rahmen von zusätzlich einer Million Franken jährlich ebenfalls in den Genuss der bisher etwas zufällig vergebenen Bundesförderung für Museen und kulturelle Netzwerke zu kommen. Als Beispiel dafür wurde im Lauf der Debatte immer wieder die Stiftsbibliothek St.Gallen genannt, die somit für einen entsprechenden Antrag gut positioniert ist.

Das von der Stiftsbibliothek erarbeitete Konzept für das Kompetenzzentrum für Kloster- und Schriftgeschichte sieht einen Bedarf an Bundesmitteln in der Höhe von CHF 250‘000 jährlich vor. Das Anliegen wird von den Schweizer Stiftsbibliothekaren, der Arbeitsgemeinschaft Geistlicher Archive der Vereinigung Schweizerischer Archivare und weiteren Institutionen unterstützt. Angesichts des gesellschaftlichen Wandels und der personellen Veränderungen in den Klöstern ist es wichtig, ein solches Kompetenzzentrum zu schaffen. Es soll sein Wissen und seine Infrastruktur für die Erhaltung und Vermittlung der wertvollen Kulturgüter einsetzen, die sich in den Schweizer Klöstern und weiteren religiösen Körperschaften befinden. Gleichzeitig wird dadurch die Stiftsbibliothek als wichtigster Teil der Weltkulturerbes Stiiftsbezirk St.Gallen zusammen mit dem Stiftsarchiv in ihren Kernaufgaben gestärkt: der Erhaltung und Vermittlung des klösterlichen Erbes.

Das Anliegen der Stiftsbezirk fand im Ständerat viel Sympathie. Auf Anregung der St.Galler Ständeräte Karin Keller-Sutter und Paul Rechsteiner wurde es in der Kommission durch die Ständeräte Ivo Bischofberger von Appenzell Innerrhoden sowie Joachim Eder von Zug vertreten und für das Plenum vorbereitet, in dem es nach gründlicher Diskussion angenommen wurde. Das Geschäft kommt nun in den Nationalrat und wird dort von der zuständigen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur vorbereitet.