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Erster St.Galler UNESCO-Welterbetag am 12. Juni 2016

Erstmals findet im Stiftsbezirk St.Gallen am Sonntag, 12. Juni 2016 der UNESCO-Welterbetag statt. Der Verein Weltkulturerbe Stiftsbezirk St.Gallen begeht diesen Tag mit verschiedenen Themenführungen. Die Institutionen des Stiftsbezirks ermöglichen Einblicke in das lokale Welterbe.

Nach einem musikalischen Auftakt um 12.45 Uhr mit den Turmbläsern können Sie sich ab 13.00 Uhr auf individuellen Kurzführungen vor Ort über Geschichte, Entwicklung und Hintergründe des Welterbes informieren. An fünf Infoposten im Stiftsbezirk berichten Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Institutionen über die Klostergeschichte und das Weltkulturerbe. Eine kleine Festwirtschaft befindet sich bei der Schutzengelkapelle und ist ab 11 Uhr geöffnet.

Programm

12.45 Uhr
Die Turmbläser blasen zum Auftakt

13.00 – 16.00 Uhr
Führungen & Vermittlung an fünf Stationen
Bei Bedarf Kurzführungen im 20-Minuten-Takt oder ein Infoposten mit Fachleuten, die Auskunft geben.
Start letzte Führung 15.40 Uhr.

Ab 11.00 Uhr
Verpflegungsstand auf dem Klosterplatz
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Führungen gibt es ein Getränk im Kloster-Bistro.

Detailprogramm und Übersichtsplan

Ausstellung in der Stiftsbibliothek

Die Ausstellung Abracadabra gibt einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Medizin im Mittelalter. Anhand der einmaligen Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek spannt sie den Bogen von der antiken Überlieferung über das Hospital auf dem Klosterplan bis hin zur Urinbeschau Notker des Arzts im 10. Jahrhundert.

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Mit dem Wort „Abracadabra“, das erstmals in einer St.Galler Handschrift überliefert ist, sollte die damals nördlich der Alpen noch grassierende Malaria bekämpft werden. Die Grenzen zwischen Magie und Medizin waren im Mittelalter fliessend. Die Klöster bauten auf das Wissen der Antike, das sie durch eine Ethik der Fürsorge ergänzten, die in der christlichen Nächstenliebe wurzelt. Quellen wie die Benediktsregel verdeutlichen das. Eine andere Sichtweise auf Krankheit und Heilung vermitteln dagegen die Wunderberichte in Heiligenlegenden. Abgerundet wird die Ausstellung durch einen Blick auf die medizinische Theorie und Praxis des Spätmittelalters.

Öffnungszeiten und Vermittlungsangebot

Ganzer Stiftsbezirk mit Audioguide

Über die Sommermonate hat die Stiftsbibliothek ihre Dienstleistungen für den Tourismus verbessert. Nach der Erweiterung der Öffnungszeiten – jetzt täglich 10 bis 17 Uhr, hat sie die Audioguide-Führung auf die Kathedrale und den Stiftsbezirk erweitert.

Neu führt der Audioguide über die Stationen Gallusplatz, Wasserfall der Mülenenschlucht, Karlstor, grossen Klosterhof, Schutzengelkapelle, Kathedrale, Stiftsbibliothek und Lapidarium durch den ganzen Stiftsbezirk. 

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Mit der inhaltlichen Erweiterung der Audioguide-Führung auf den ganzen Stiftsbezirk werden die Vermittlungsangebote im Stiftsbezirk wesentlich gestärkt. Besucher erhalten nun für 5 Franken fundierte Informationen zu Geschichte und Gegenwart des Weltkulturerbes in Deutsch, Englisch und Französisch. Das im letzten Sommer lancierte Angebot wird von den Besucherinnen und Besuchern sehr geschätzt und von rund 10‘000 Personen jährlich in Anspruch genommen. Als nächstes ist die Erweiterung der Audioguide-Führung auf Italienisch vorgesehen.

Die Geräte können im Shop der Stiftsbibliothek bezogen werden.

Auszeichnung der Stiftsbibliothek durch TripAdvisor

Erneut wurde die touristische Hauptattraktion des Stiftsbezirks St.Gallen von der Plattform TripAdvisor mit einem Certificate of Excellence als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Schweiz ausgezeichnet.

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Die jährlich von über 110’000 Menschen besuchte Stiftsbibliothek wurde bereits im Vorjahr als einzige Sehenswürdigkeit in der Ostschweiz mit dem Prädikat Travelers Choice versehen. Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt bewerten die Stiftsbibliothek unter den St.Galler Attraktionen am meisten, geben sehr gute Noten und begeisterte Kommentare wie „Juwel in St.Gallen“, „Unübertrefflich, man staunt und staunt und…“, „Awesome“ oder einfach „Der Hammer“.

Dachlandschaft

Der Stiftsbezirk wird von einer eigentlichen Dachlandschaft gekrönt. Firste, Walme, Rund- und Bogendächer, Kehlen, Schlepp- und Giebelgauben bis hin zu den Zwiebeln, Kugel und Kreuzen auf den Doppelturmdächern summieren sich zu einem Gesamtkunstwerk.

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Dächer prägen dabei eine Kulturlandschaft unverkennbar, wie der Blick von oben deutlich zeigt. Darum sucht die kantonale Denkmalpflege mit ihrem Fotowettbewerb «Über den Dächern» den Blick auf und über die Dächer. Gespannt warte man auf „Stimmungsvolles und Verborgenes“ heisst es. Wer nun kein mobiles, kamerabewehrtes Fluggerät sein Eigen nennt, sucht in St.Gallen den Blick von einem der umgebenden Hügel, um am Wettbewerb teilzunehmen.

Wir sind natürlich überzeugt, dass der Stiftsbezirk hierfür ein hervorragendes Motiv abgibt und machen schon mal fleissig mit.