Bauten

Der Stiftsbezirk St.Gallen ist eine einzigartige architektonische Verkörperung 1200-jähriger Geschichte. Diese beginnt im Jahr 612, als der irische Wandermönch Gallus am Ort der heutigen Kathedrale eine Eremitenzelle errichtet.

Flugaufnahme

Ein Jahrhundert später wird an dieser Stelle eine Benediktiner-Abtei gegründet. Das Kloster entwickelt sich im späteren Mittelalter zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum des Abendlandes. Die Klosteranlage wird im Spätbarock zur fürstäbtlichen Residenz.

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Trotz verschiedener Bauzeiten bilden der Klosterkomplex sowie die nachmittelalterliche Stadt St.Gallen mit der Stadtkirche St.Laurenzen, der Pfalz (Regierungsgebäude) sowie den historischen Häuserzeilen der Altstadt bis heute eine harmonische Einheit.

Chorgestühl

Die Kathedrale, deren Ausstattung zwischen Rokoko und Klassizismus steht,  ist eine der letzten monumentalen Sakralbauten des Spätbarocks. Ihr Hauptmerkmal ist die Harmonie der Räume: kreisrunder Mittelbau mit zwei unter sich korrespondierenden Längsbauten nach Osten und Westen, alle begleitet von zwei mitschwingenden Seitenschiffen.  Die im Barock stets erstrebte organische Verbindung von Zentral- und Longitudinalräumen ist hier am Ende der Stilepoche vollkommen geglückt.