Beiträge

Sommerausstellung in der Stiftsbibliothek

Die irische Buchkunst des Frühmittelalters ist von berückender Schönheit. Sie ist Ausdruck der Blüte einer Mönchskultur, die vom 6. bis 9. Jahrhundert die kulturelle Entwicklung Europas wesentlich mitprägte. Nirgends kann dies so exemplarisch aufgezeigt werden wie in St. Gallen. Hier entfaltete sich eine irische Gründung seit dem Jahr 612, hier gibt es mehrere Berichte über irische Besucher bis zum Ende des 9. Jahrhunderts, und hier ist ein Bücher- und Urkundenbestand des Frühmittelalters am Ort erhalten, der in seiner Geschlossenheit weltweit einzigartig ist. Dazu gehört insbesondere die in der Stiftsbibliothek erhaltene Sammlung irischer Handschriften aus dem 7. bis 9. Jahrhundert. Sie ist die grösste und schönste auf dem europäischen Festland.

Sommerprogramm der Stiftsbibliothek

Öffnungszeiten und Vermittlungsangebot

«Die Kathedrale St.Gallen» – Ein Buch zum Jubiläum

2017 ist für die Kathedrale und einstige Benediktiner-Klosterkirche St.Gallen ein besonderes Jahr: Vor 250 Jahren war sie im Baulichen vollendet, vor 150 Jahren erfuhr sie am 17. August 1867 ihre bischöfliche Weihe, und 50 Jahre sind es her seit dem Abschluss der grossen Innenrestaurierung.
Das neue Kathedralbuch versucht, das wiedergewonnene spätbarocke Baudenkmal in einer Gesamtschau darzustellen. Eine umfassende Bilddokumentation erschließt die hervorragende künstlerische Qualität des Raumes, der Stuckaturen, Skulpturen und Reliefs und bringt sie sowie die sich über 3’000 Quadratmeter ausbreitenden Deckengemälde, die Altäre, das Chorgestühl und die Beichtstühle angemessen zur Geltung.

Das umfangreiche Werk umfasst 528 Seiten mit 420 Abbildungen und erscheint im Verlag am Klosterhof zum Preis von Fr. 49.–.

Bestellungen unter info@sg.kath.ch

Winterausstellung in der Stiftsbibliothek

Die Stiftsbibliothek und die Kathedrale St. Gallen gehören zu den schönsten Bauwerken des Spätbarocks. Beide feiern 2017 das 250. Jahr ihrer Fertigstellung. In ihrer Winterausstellung zeichnet die Stiftsbibliothek das geistige und religiöse Leben der Fürstabtei St. Gallen im 17. und 18. Jahrhundert nach: Die rege Bautätigkeit im Stiftsbezirk oder die sinnenfreudige Festkultur kommen ebenso zur Sprache wie die wissenschaftliche Erforschung der Handschriftenschätze der Bibliothek.

Winterprogramm der Stiftsbibliothek

Öffnungszeiten und Vermittlungsangebot

Stiftsarchiv und Stiftsbibliothek sind Teil des Welt-Dokumentenerbes

Das schriftliche Erbe des Klosters St.Gallen, das in Stiftsarchiv und Stiftsbibliothek aufbewahrt wird, wurde Ende Oktober 2017 offiziell in die Liste des «Memory of the World» aufgenommen. Damit erhält der Stiftsbezirk St.Gallen nach dem Weltkulturerbe Label die zweite hochkarätige Auszeichnung der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO).

Das schriftliche Erbe der ehemaligen Reichs- und Fürstabtei St.Gallen ist einzigartig.  Als eines der ältesten Klöster im Südwesten des deutschen Sprachgebiets gehörte St.Gallen zu den frühesten Zentren der Schriftkultur in Europa. In St.Gallen ist es gelungen, einen wesentlichen Teil der Überlieferung, die bis in die Gründungszeit des Klosters im frühen 8. Jahrhundert zurückreicht,
an Ort und Stelle zu erhalten. Die St.Galler Überlieferung zeigt exemplarisch, welch zentralen Beitrag die Klöster zur Entwicklung Europas geleistet haben.

Medienmitteilung

Forschungsplattform „Fragmentarium“ eröffnet

Wertvolle Handschriften aus dem Mittelalter wurden früher zerschnitten oder als Einband verwendet, da Pergament knapp und teuer war. Solche Fragmente sind heute weltweit verstreut und sollen nun zusammengeführt werden. Die digitale Forschungsplattform „Fragmentarium“ hilft zukünftig beim Lösen dieses mittelalterlichen Mega-Puzzles von Fragmenten. Geleitet wird das Projekt von einem Forscherteam an der Universität Freiburg unter Leitung von Professor Christoph Flüeler. Am 1. September 2017 wurde „Fragmentarium“ in der Stiftsbibliothek St.Gallen eröffnet.

www.fragmentarium.ms

Interview mit Christoph Flüeler (SRF 1)